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Aus der Geschichte: Die Stadtkirche in Heldrungen wurde vor der Reformation dem "heiligen Wipertus" geweiht und wurde im 30-jährigen Krieg (1618-1648) gewaltig ruiniert.
Sie stand in der Nähe der damaligen, bereits abgerissenen Gaststätte "Zum Schwan".

Von Pappenheimers Kroaten (Kriegern) wurde das Dach vom Kirchturm abgetragen und Geschütze darauf gebracht. So wurde, wegen der günstigen Lage, die Wasserburg erfolgreich beschossen.
Um dies zukünftig zu verhindern, wurde den Heldrungern vom Landesherrn die Auflage erteilt, eine neue Kirche in größerer Entfernung zur Wasserburg zu bauen.

So kam es zum heutigen Standort der Kirche.

Der Landesherr war damals der Herzog Johann Adolph von Sachsen-Weißenfels. Aus alten Unterlagen geht hervor, wie fürsorglich er sich um die Vorgänge in seinem Land kümmerte. Er ließ die Stadtkirche "St. Wigberti" in den Jahren 1680 bis 1696 erbauen.

Der eigentliche Bau hatte 1679 begonnen. Zunächst wurde die alte Kirche nebst Turm abgerissen, auch der "Füllmund" ausgegraben, um das Steinmaterial wieder zu verwenden.
Die lange Bauzeit hing von der Finanzierung ab. Es wurde immer dann gebaut, wenn wieder Geld gespendet wurde.

Von 1690 bis 1696 steht Magister Johann Sigismund Mönch an der Spitze der Leitung des Kirchbaus. Er war auch der Erste, der den ersten Gottesdienst am 13. März 1693 in der neuen Kirche abgehalten hat

Bei der Nachforschung nach dem Alter der Orgel hat sich herausgestellt, dass diese 1847 von dem Orgelbauer Siegfried Hesse, in Dachwig bei Erfurt, für 1830 Talern erbaut wurde.

Davon wurden 50 Taler für die alte Orgel in Zahlung genommen und die Kosten für den Neubau über 1780 Talern von der Stadt Heldrungen übernommen.

Der Altar

Der Taufstein ist ebenfalls ein Schmuckstück der Kirche.
Er stammt aus dem Jahr 1696, gestiftet von Dietrich Dreyscharff.
Im Jahr 1999 wurde er für 14800 DM restauriert.
Das Taufbecken ist überdacht.

Oben ist die Taufe Jesus durch

Johannes den Täufer dargestellt.

Folgende Fotos aus dem Jahr 1954 stammen aus einem privaten Fotoalbum mit dem Bilduntertitel: Die dritte Glocke kommt.

Die Glocke wird nach
oben gebracht.

Der erste
Glockenschlag.

Pfarrerliste der ev. Kirchengemeinde St. Wigberti

Diakonat

1542 -         Simon Wolfram

1559 -         Johannes Otto

        - 1570 Johann Vargelius

1570 - 1572 Johannes Friedrich

1574 - 1599 Laurentius Kletting

1600 - 1611 Johannes Höfler

1611 - 1632 Christoph Buschmann

1632 Michael Michelmann

1633 - 1636 Johann Sickel

1637 - 1649 Georg Seidler

1649 - 1658 Christoph Riemer

1659 - 1669 Zacharias Gander

1669 - 1695 Johann Schmey

1696 - 1702 Johann Meyenhöfer

1702 - 1717 Adam B. Schnetter

1718 - 1748 Joh.Christoph Eisfeld

1749 - 1751 Chr.Gotthelf Schier

1751 - 1773 August Chrph. Eisfeld

1774 - 1791 Joh. Gottfried Eckart

1791 - 1826 Karl F.W. Kadisch

1826 - 1844 Gottlob Förster

1845 - 1858 F.E. Julius Walther

1859 - 1863 Hermann W. Pflug

1863 - 1865 J.Ernst F.B. Nöldchen

1866 - 1868 J.Hermann C.Jacobi

1868 - 1878 Chr. Wilhelm Stöcke

1878 - 1883 Ernst J.M. Moeller

1883 - 1889 Julius P.F. Dilthey

1890 - 1936 Wilhelm F. Barthauer

(1936 wurde diese Stelle aufgehoben)

1. Pfarrstelle

1533 - 1556 Jacob Stellwagen

1556 - 1587 Johannes Sprung

1587 - 1604 Thomas Heller

1604 - 1615 Christiph Richter

1606 - 1616 Sebastian Stiglitz

1616 - 1626 Jeremias Schreiber

1626 - 1632 Daniel Churstein

1632 - 1643 Andreas Hofmann

1643 - 1682 Johann Christoph Fasch

1683 - 1690 Daniel Klesch

1691 - 1696 Johann Siegmund Mönch

1696 - 1698 Georg Christian Eilmar

1699 - 1706 Johann Andreas Schroen

1706 - 1732 Johann Christoph Stange

1732 - 1740 Johann Ernst Schwarze

1741 - 1750 Johann Georg Hoffmann

1751 - 1764 Johann Christian Schulze

1765 - 1773 Samuel Christian Rost

1774 - 1797 Christoph H.A. Silber

1797 - 1824 Adolf A.G. Wipprecht

1825 - 1845 J.F. Ferdinand Hofmeier

1846 - 1855 Ernst Andreas Pfister

1855 - 1863 C. Adolph Nehmiz

1864 - 1881 Gottlob S. Petersilie

1882 - 1909 Erhard Chr. Reineck

1910 - 1927 Wilhelm G. Behrens

1928 - 1954 A.J. Ludwig Kieserling

1954 - 1973 K.H. Erwin Eyssell

1973 - 1999 Dieter Hirsch

2000 - 2014 Traugott Lucke

seit April  2014 Tobias Gruber

Es befinden sich große Ölgemälde alter Pfarrer und Superintendenten, die nach Erneuerung im Altarraum und neben der Kanzel aufgehängt sind. Zu deren Geschichte:


Am 4. April 1733 richtete Major Martin Müller ein Schreiben an den Herzog von Weißenfels, indem er ihn bittet, dass sein erblaßter Leib in der Kirche zu Heldrungen beigesetzt werden dürfe. Am 10. April 1733 erklärte der Herzog sein Einverständnis und teilte den Superintendenten mit, dass Major 100 Taler stiften solle. Es sollte für den Bau eines neuen Altars, einer Kanzel und für den Bau einer Sakristei verwendet werden.


1990: Der Altar ist durch Holzwurmbefall zusammengebrochen. Durch eine Spende einer Bekannten der Organistin Frau Jäger, kann der Altar wieder aufgebaut werden.
Als der zusammengebrochene Altar weggeräumt wurde, fand man darunter eine Gruft mit Särgen.
In diesen liegen die sterblichen Überreste von Superintendenten, deren Porträts auch heute noch in der Kirche zu sehen sind.
Diese Gruft wurde wieder geschlossen und zubetoniert.

evangelische Kirchengemeinde              SELK (Selbstständige Evangelisch-Lutherische Kirche)